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Seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde geschätzt – Warum die Mariendistel so wertvoll für den Körper ist

Schutz, Regeneration und Entgiftung – Die erstaunliche Kraft der Mariendistel 

Die Mariendistel wird schon seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet. Erste Aufzeichnungen über ihre Verwendung finden sich bereits in den antiken Schriften Griechenlands.

Im Mittelalter fand die Mariendistel vor allem in der Klostermedizin Verwendung, wo sie gegen Leber- und Gallenbeschwerden eingesetzt wurde. Diese unscheinbare Distel mit ihren leuchtend violetten Blüten ist ein echtes Superfood, besonders für die Leber. Sie schützt, regeneriert und entgiftet, wie kaum eine andere Pflanze.

Doch was macht sie so besonders? Kann sie tatsächlich dabei helfen, den Körper zu entgiften und die Leber zu regenerieren? 

Wissenschaft und Naturheilkunde sagen: Ja!

Warum das so ist und wofür du die Kraft der Mariendistel außerdem noch für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Die Mariendistel (Silybum marianum):

Die Mariendistel gehört, wie auch der Löwenzahn, die Sonnenblume oder die Aster, zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch ist und dort früher weitestgehend in Klostergärten zu finden war. Heute wächst sie auch in Mitteleuropa, Nord- und Südamerika sowie in Australien, wo sie im großen Stil für medizinische Zwecke angebaut wird.

Gelegentlich trifft man sie aber auch verwildert an. Oft findet man sie an Wegesrändern oder auf trockenen Böden. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 150 cm und ist durch ihre großen, grün-weiß marmorierten Blätter und purpurroten bis violetten Blütenstände, die in großen, kugelförmigen Köpfen angeordnet sind, leicht erkennbar. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August. Ihre Blätter sind dornig gezähnt, was der Pflanze in vielen Kulturen den Ruf einer „schützenden“ Pflanze eingebracht hat.

Die Mariendistel galt dort als heilig, da man glaubte, dass die weißen Streifen auf den Blättern von der Milch der Jungfrau Maria stammen, was auch ihren Namen erklärt.

In der Volksmedizin wurde die Mariendistel bei Verdauungsstörungen, Gelbsucht und Hämorrhoiden eingesetzt. Aus dem 19. Jahrhundert liegen Hinweise vor, dass sie zudem bei Galle- und Milzbeschwerden eingesetzt wurde.

Berichten zufolge sollen die Samen der Pflanze bereits seit dem 18. Jahrhundert als Lebertherapeutikum eingesetzt worden sein, denn wirksam sind die Samen – nicht die Blätter.

Daher werden auch heute ausschließlich die Samen heilkundlich genutzt, da die Blätter offenbar keine besonderen Heilkräfte zu besitzen scheinen. Zumindest gibt es keinerlei Belege dafür. 

Heute ist die Mariendistel die wohl am besten untersuchte Leber-Heilpflanze. Aufgrund ihrer positiven Wirkungen in der Medizin wurde sie 2021 in Österreich zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.


Was macht die Mariendistel so einzigartig?

Die Mariendistel ist eine der wenigen Pflanzen, die gezielt die Leber schützen, regenerieren und entgiften kann. Ihr Geheimnis liegt in ihrem Hauptwirkstoff Silymarin. 

Silymarin ist ein Komplex, der sich aus Silybin, Isosilybin, Silychristin und Silydianin zusammensetzt. Diese Substanzen zählen zu den Flavonolignanen, einer speziellen Untergruppe der Flavonoide (sekundären Pflanzenstoffe).

Sie kommen in hoher Konzentration in den Früchten der Pflanze vor und bilden damit in ihrer Gesamtheit den Flavonoidkomplex Silymarin. Dieser besitzt starke antioxidative, entzündungshemmende und Leber protektive Eigenschaften. 

Silybin, die Hauptkomponente von Silymarin, gilt als der wirksamste Bestandteil und ist für die meisten medizinischen Effekte verantwortlich. Silymarin schützt die Leberzellen, indem es die Stabilität der Zellmembranen erhöht und die Bildung freier Radikale hemmt.

Diese Eigenschaften machen Silymarin zu einem vielversprechenden Mittel in der Behandlung von unterschiedlichen Lebererkrankungen, da es die Regeneration der Leberzellen fördert.

Neben Silymarin enthält die Mariendistel weitere bioaktive Substanzen, wie Quercetin, Apigenin und Linolsäure. Quercetin und Apigenin gehören ebenfalls zur Gruppe der Flavonoide und tragen zur antioxidativen Wirkung der Pflanze bei. Außerdem unterstützen sie das Immunsystem und können entzündliche Prozesse im Körper mindern

Linolsäure, eine essenzielle Fettsäure, ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Zellmembranstruktur und stellt damit ebenfalls eine wichtige Aufgabe dar.

Zusätzlich enthält diese kraftvolle Pflanze bittere Sesquiterpenlactone, die eine verdauungsfördernde Wirkung besitzen und durch ihre Bitterstoffe die Sekretion von Magensäure und Gallenflüssigkeit anregen. Dies führt zu einer besseren Verdauung und unterstützt die Fettverarbeitung.

Anwendungsgebiete – Wie wirkt diese vielseitige Heilpflanze im Körper?

Die Mariendistel wird erfolgreich angewandt bei:

  1. Leber- und Gallenproblemen
  • Unterstützung der Entgiftung nach Chemotherapie oder Medikamenteneinnahme
  • Fettleber (alkoholisch und nicht-alkoholisch)
  • Leberzirrhose
  • Hepatitis (Leberentzündung)
  • Lebervergiftungen (z. B. durch Medikamente, Alkohol oder Umweltgifte)
  • Gallenschwäche und Gallensteine

Wirkungsweise: Sie schützt die Leber vor Giftstoffen, fördert die Regeneration geschädigter Leberzellen und regt die Gallenproduktion an. 

Des Weiteren unterstützt sie die Leber bei der körpereigenen Entgiftung, indem sie beim Abbau von Umweltgiften, Schwermetallen und Medikamentenrückständen hilft.

2. Verdauungsbeschwerden

  • Verstopfung 
  • Blähungen und Völlegefühl
  • Verdauungsstörungen (besonders nach fettigem Essen)
  • Reizdarmsyndrom

Wirkungsweise: Durch die Anregung der Gallensaftproduktion verbessert sie die Verdauung von Fetten. Damit fördert sie die allgemeine Magen- und Darmgesundheit und lindert sowohl Blähungen als auch Verdauungsstörungen und Völlegefühl.

3. Hautprobleme und Entzündungen

  • Vorzeitige Hautalterung
  • Akne und unreine Haut
  • Neurodermitis und Ekzeme
  • Schuppenflechte

Wirkungsweise: Indem sie in hohem Maße Toxine aus dem Körper ausleitet, unterstützt sie die allgemeine Hautgesundheit und kann damit sehr gut bei Hautproblemen wie Akne, Ekzemen oder Neurodermitis eingesetzt werden. Ihre antioxidative Wirkung wirkt sich auch positiv auf vorzeitige Hautalterung aus.

4. Immunsystem und allgemeine Gesundheitsförderung

  • Chronische Entzündungen
  • Stärkung und Entgiftung des Körpers bei starker Belastung (z. B. durch Umweltgifte)
  • Schwaches Immunsystem
  • Unterstützung nach einer Antibiotika-Therapie

Wirkungsweise: Ihre antioxidative Wirkung schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann dadurch chronische Entzündungen im Körper reduzieren. Sie unterstützt das Immunsystem, indem sie die Leber entlastet. 

5. Gehirn und Nervensystem

  • Unterstützung bei neurodegenerativen Erkrankungen (wie z. B. Alzheimer und Parkinson)
  • Schutz der Nervenzellen vor oxidativem Stress
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit

Wirkungsweise: Durch den Schutz der Nervenzellen vor oxidativem Stress bietet sie viele neuroprotektive Eigenschaften, die sich sehr positiv auf die mentale Klarheit insgesamt sowie auf Alzheimer und Parkinson auswirken kann.

Diese Auflistung zeigt sehr deutlich, dass die Mariendistel weitaus mehr kann, als gemeinhin bekannt und viel mehr als nur eine „Leberpflanze“ ist. Sie kann zusätzlich bei vielen unterschiedlichen Beschwerden hilfreich sein und zahlreiche Körperfunktionen auf sehr positive Weise unterstützen.

Sie ist ein wahres Multitalent, da sie sowohl bei akuten Beschwerden als auch als präventives Detox-Mittel sehr wirksam ist. Zusätzlich bietet sie einen natürlichen Schutz für die Zellen.

Die perfekte Ergänzung zur Mariendistel – Riboflavin

Die vielseitige Mariendistel ist bereits ein kraftvoller Unterstützer, vor allem wenn es um Lebergesundheit und Entgiftung geht. 

In Kombination mit Riboflavin jedoch kann die Lebergesundheit und der Energiehaushalt des Körpers auf eine noch optimalere Weise unterstützt werden.

Während die Mariendistel vor allem für ihre leberschützenden, regenerierenden und entgiftenden Eigenschaften bekannt ist, spielt Riboflavin eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel und Zellschutz.

Sie ergänzen sich deshalb so perfekt, weil sie ähnliche Prozesse im Körper unterstützen und sich damit gegenseitig verstärken. Gemeinsam wirken sie wie ein kraftvoller Turbo.

Was ist Riboflavin und welche Rolle spielt es im Körper?

Riboflavin (auch als Vitamin B2 bekannt) ist ein essenzielles B-Vitamin, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es spielt eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel, der Zellgesundheit und der Funktion von Nerven und Gehirn. Zudem schützt es die Zellen vor oxidativem Stress und unterstützt die Gesundheit der Haut und Schleimhäute.

Wie wirkt Riboflavin im Einzelnen auf die Körperfunktionen?

  • Energieproduktion – Riboflavin ist ein zentraler Bestandteil der Energiegewinnung in den Zellen. Ebenso unterstützt es den Eisenstoffwechsel und trägt damit zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.
  • Nervensystem und Gehirn – Riboflavin trägt maßgeblich dazu bei, dass Nervensignale effizient vom Körper zum Gehirn übertragen werden und sorgt insgesamt für eine normale Funktion des Nervensystems.
  • Antioxidativer Schutz – Riboflavin reduziert Zellstress und trägt zu deren Schutz vor oxidativem Stress bei. Außerdem wirkt es entzündungshemmend.
  • Haut- und Zellregeneration – Riboflavin fördert sowohl die Zell- als auch die Geweberegeneration (z. B. bei der Wundheilung). Außerdem trägt es zur Erhaltung gesunder Haut und Schleimhäute bei.
  • Entgiftung – Riboflavin spielt eine große Rolle im Fett- und Eiweißstoffwechsel, was für die Entgiftung und den Abbau von Giftstoffen essenziell ist.
  • Verdauung und Gallenfunktion: Riboflavin ist an der Bildung wichtiger Verdauungsenzyme beteiligt und trägt so zu einer effizienten Verwertung von Nährstoffen bei.

Die synergistische Wirkweise im Einzelnen:

Leberregeneration: Während die Mariendistel die Regeneration geschädigter Leberzellen fördert, ist Riboflavin entscheidend für die Energieproduktion in den Leberzellen und unterstützt so deren Heilung.

Sowohl Silymarin als auch Riboflavin haben starke antioxidative Eigenschaften, die die Leberzellen vor Zellschäden bewahren.

Gemeinsam wirken sie wie ein starker Schutzschild gegen oxidativen Stress in der Leber und sind als Duo in puncto Leberregeneration unschlagbar.

Entgiftung und Stoffwechsel: Riboflavin ist essenziell für den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel und hilft dabei, die entsprechende Energie, die für die Entgiftung schädlicher Stoffe in der Leber durch die Mariendistel benötigt wird, bereitzustellen.

Gallenfunktion und Verdauung: Während die Mariendistel die Produktion der Gallenflüssigkeit anregt, hilft Riboflavin beim Aufbau von Enzymen, die für diesen Prozess sowie die Verdauung von Fetten notwendig sind.

Energieproduktion: Riboflavin unterstützt das Nervensystem und ist essenziell für die Umwandlung von Nahrung in Energie. Damit kann sie Erschöpfung und Müdigkeit, die oft Folge einer überlasteten Leber sind, entgegenwirken.


Möglichkeiten zur Einnahme der Mariendistel

Je nach individuellem Bedarf und Präferenz, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Mariendistel einzunehmen.

Gängige Formen der Einnahme reichen von Pulver, Kapseln und Tabletten über Tee, bis hin zu Mariendistel-Samen (gemahlen oder ganz), Mariendistel-Öl oder Tinkturen. Welche Einnahmeform die beste ist, hängt vom persönlichen Ziel und den individuellen Beschwerden ab.

Für Verdauungsbeschwerden eignet sich am besten Tee oder auch die Samen. Es ist wichtig zu wissen, dass Silymarin schwer wasserlöslich ist. Daher dient Tee eher zur Unterstützung der Verdauung als zur intensiven Lebertherapie. 

Ist das Ziel die Regeneration der Leber beziehungsweise die Entgiftung, eignen sich hochdosierte Kapseln und Tinkturen sehr gut, wobei zu erwähnen ist, dass sich die Einnahme in flüssiger Form aufgrund der daraus resultierenden optimalen Bioverfügbarkeit sehr bewährt hat. Dabei werden die enthaltenen Nähr- und Inhaltsstoffe effizienter vom Körper aufgenommen.

Eine weitere sehr effiziente Kombinationsmöglichkeit zur optimalen Nährstoffaufnahme der Mariendistel ist die Verbindung mit Bio-Honig. Die Beigabe von Bio-Honig kann die Resorption der Inhaltsstoffe dahingehend unterstützen, dass es die Wirksamkeit noch weiter erhöht.

Außerdem liefert Bio-Honig nicht nur zusätzliche gesunde Nährstoffe, sondern unterstützt durch seine antimikrobiellen Eigenschaften sowohl das Immunsystem als auch das allgemeine Wohlbefinden.

Zudem verleiht die natürliche Süße des Honigs dieser Verbindung einen angenehmen und wohltuenden Geschmack, was die Einnahme zu einem echten Geschmackserlebnis werden lässt. Besonders für diejenigen, die den Geschmack herkömmlicher Nahrungsergänzungsmittel als unangenehm empfinden.


Fazit: Mariendistel + Riboflavin & Bio-Honig- eine powervolle Kombination für deine Gesundheit:

Mariendistel und Riboflavin ergänzen sich perfekt, um den Körper ganzheitlich zu unterstützen. Während die Mariendistel die Leber schützt, regeneriert und entgiftet, liefert Riboflavin die notwendige Energie, um diese Prozesse optimal zu unterstützen.

Die Kombination mit Bio-Honig ist mehr als nur eine angenehme Einnahmeform – sie verstärkt durch seine hohe Bio-Verfügbarkeit und die natürlichen Inhaltsstoffe des Honigs die Wirkung beider Stoffe auf die Leber und den Energiestoffwechsel

Darüber hinaus profitieren Verdauung, Haut sowie das Immun- und Nervensystem ebenfalls von dieser kraftvollen Synergie.

Wer seine Leber unterstützen und sanft entgiften möchte, die Verdauung verbessern und gleichzeitig sein Immunsystem stärken möchte, profitiert von diesem unverwechselbaren und natürlichen Power-Trio.

Folgende Studie zeigt die Erfahrungen mit der Wirksamkeit der Mariendistel detailliert auf:

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7140758/#Sec18